Rezension: Imagine Me [Tahereh H. Mafi]

Die Shatter Me Reihe zu beenden ist mir wirklich schwer gefallen. Immer wieder habe ich das Finale vor mir hergeschoben, weil ich diese Welt und vor allem die Charaktere nicht gehen lassen wollte. Nun war es aber so weit und ich habe den Imagine Me beendet. Wie mir das Buch gefallen hat, könnt ihr wieder hier nachlesen. Es handelt sich um den Abschlussband einer zusammenhängenden Reihe, wo sich Spoiler nicht ganz vermeiden lassen. Also bitte lest diesen Beitrag nur, wenn ihr bereits die anderen Bände kennt.

Produktdetails: ISBN: 978-0-06299598-8 | 352 Seiten | Harper Collins | Taschenbuch | Englisch

INHALT

Juliette Ferrars. Ella Sommers. Which is the truth and which is the lie?

Now that Ella knows who Juliette is and what she was created for, things have only become more complicated. As she struggles to understand the past that haunts her and looks to a future more uncertain than ever, the lines between right and wrong?between Ella and Juliette? And with old enemies looming, her destiny may not be her own to control. The day of reckoning for the Reestablishment is coming. But she may not get to choose what side she fights on.

GEDANKEN ZUM BUCH

Mit Imagine Me endet eine Herzensreihe, die mir als Highlight 2022 in Erinnerung bleiben wird. Die Reihe als Gesamtkonstrukt kann man einfach nur loben und kritiklos feiern, denn sowohl der Weltenaufbau, der Schreibstil und der Plot als auch die Charaktere sind grandios und ich kann mich nur vor der Genialität von Tahereh Mafi verbeugen. Mit der Reihe als Ganzes habe ich keine Probleme und liebe sie wahnsinnig! Mit den Einzelbänden – allen voran dem Finale sieht das aber etwas anders aus. Denn leider – leider! – war das grandiose Finale etwas enttäuschend. Fangen wir aber mit den Dingen an, die ich gut fand:

Natürlich glänzt das Buch wieder durch den aussagekräftigen und poetischen Schreibstil, der mich einfach absolut gefangen genommen hat. Ich liebe die Art und Weise wie Tahereh Mafi einen mit ihren Worten in die Geschichte saugt und damit einfach ALLES fühlen lässt. Ich war absolut drin in der Geschichte und habe jede Emotion deutlich gespürt. Genau deshalb liebe ich diese Reihe so sehr, weil man eben alles fühlen kann. Auch die Charaktere sind für mich wieder sehr gelungen, auch wenn es dieses Mal ein paar Kritikpunkte dabei gibt. Aber dazu gleich mehr, denn wer mich wirklich absolut und unfassbar doll mit Herz und Seele begeistert hat, war Kenji.
Kenji, der in diesem Buch die gesamte Handlung getragen hat.
Kenji, ohne den dieses Buch ohne Herz gewesen wäre.
Kenji, ohne den dieses Buch einfach (und es fällt mir schwer das zu schreiben) ein Flop gewesen wäre.

Schon in Defy Me hatte die Geschichte eine etwas wirre Richtung eingenommen und wirkte für mich etwas unkoordiniert. In Imagine Me wurde dieses Gefühl noch verstärkt, denn ich hatte oft den Eindruck, als wollte die Autorin zum Ende hin nochmal richtig aufs Spannungsgas drücken und hat dabei leider die Charakterbremse gezogen. Denn während in Imagine Me die Spannung kontinuierlich stieg und sich ein Ereignis an das nächste reihte, kamen mir die liebgewonnenen Charaktere zu kurz. Sie hatten keinen Raum für Persönlichkeit und dadurch keinen Raum für Emotionalität. Dadurch wirkte vieles fremd für mich und einige Charaktere haben einen gewaltigen Entwicklungsschritt zurück gemacht, wodurch ich sie kaum wiedererkannt habe. Wäre Kenji nicht gewesen, wäre das Buch für mich an dieser Stelle zum Flop geworden. Aber dieser süße, lustige, starke und loyale Kerl gibt seine Freunde nicht auf und hat sich als ganz große Stütze – sowohl für die Handlung als auch für die anderen Charaktere – gezeigt.

Was mich, abgesehen von so mancher Charakterrückentwicklung, auch gestört hat, war das Gefühl, als wüsste die Autorin nicht, wohin sie mit dem Ende dieser Reihe zusteuert. In Defy Me und Imagine Me wurde unglaublich viel Spannung aufgebaut, was sich unter anderem durch neue Handlungsstränge gezeigt hat. Viele wurden im Finale aber kaum mehr beachtet bzw. am Ende nicht einmal mehr abgeschlossen. Andere kamen mir einfach übertrieben dramatisch vor. Ich hätte mir hier mehr Fokus auf die Charaktere und weniger auf das Drama gewünscht.

FAZIT

Imagine Me ist ein eher enttäuschender Abschluss für eine außergewöhnliche Reihe, die ich dennoch als Highlight 2022 benennen würde. Ich hätte mir gewünscht, dass mehr Fokus auf die Charaktere gelegt worden wäre als darauf, immer neue Spannung aufzubauen. Die Grundspannung der Reihe hätte mir völlig gereicht, denn durch die Authentizität der Figuren und ihre Emotionalität ist eigentlich alles vorhanden, was man für ein Highlight braucht. Trotzdem habe ich das Buch echt gerne gelesen und ich bin traurig, dass die Reihe nun beendet ist.

3,5 Sterne

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