Rezension: Kingdom of the Wicked – Der Fürst des Zorns [Kerri Maniscalco]

Kingdom of the Wicked ist einer dieser BookTok und Bookstagram Titel, an denen man einfach nicht vorbeikommt. Mich hat die Idee der Höllenfürsten und Hexen schon von Beginn an fasziniert und nachdem ich den Hype um die Reihe etwas abgewartet hatte, habe ich mich nun endlich an den ersten Band herangetraut. Wie mir das Buch gefallen hat, könnt ihr wieder hier nachlesen.
Viel Spaß!

Produktdetails: ISNB: 978-3-492-70681-0 | 416 Seiten | Piper Verlag | Band 1 | Klappbroschur

INHALT

Als die junge Hexe Emilia ihre Zwillingsschwester Vittoria ermordet vorfindet, bricht für sie eine Welt zusammen. Zutiefst schockiert will sie Rache üben – koste es, was es wolle. Selbst wenn sie dafür verbotene dunkle Magie einsetzen muss, die sie in die Gefahr bringt, von Hexenjägern enttarnt zu werden. Auf ihrer Suche nach dem Mörder trifft Emilia auf Wrath, einen der sieben dämonischen Höllenfürsten, vor denen sie von klein auf gewarnt wurde. Wrath behauptet, auf Emilias Seite zu stehen. Doch kann man einem leibhaftigen Höllenfürsten trauen, selbst wenn er noch so gut aussieht?

GEDANKEN ZUM BUCH

Hexengeschichten haben für mich immer diesen ganz besonderen Vibe, der einfach süchtig macht. Alles ist irgendwie düsterer und gefährlicher, die Gemüter hitzig und die Gefahren groß. So auch in Kingdom of the Wicked. Das Buch punktet bei mir vor allem durch das sizilianische Setting, denn das wurde großartig umgesetzt. Der italienische Flair ist auf jeder Seite spürbar, wird aber gleichzeitig sehr unaufdringlich und doch fließend vermittelt. Ich hatte immer das Gefühl, zu wissen wo ich mich befinde und konnte das Buch über alle Sinne genießen. Mit Emilia als leidenschaftlicher Köchin, die Gerichte und Düfte so intensiv beschreibt, dass man die Cannoli quasi durch das Buch schmecken kann, hat man da auch das große Erählerlos gezogen. Zu gerne wäre ich auch mal Gast im Familienrestaurant gewesen!

Auch der Schreibstil konnte mich schnell überzeugen. Kerri Maniscalco schreibt sehr flüssig und kombiniert das mit einem Hauch Düsternis, was mir echt gut gefallen hat. Es passte zur Geschichte und verlieh dem Ganzen einen leicht historischen Touch. Dieser ist vor allem im ersten Drittel deutlich spürbar. Die Geschichte könnte für mich auch gut und gerne im 19. Jahrhundert spielen und ich bin immer noch unsicher, welche Zeitebene ich dem Buch zuordnen soll. Das Fehlen moderner Gerätschaften, wie Smartphone und Internet, und die patriarchale Struktur der Kirche mit den Hexenjägern machen für mich schon den Eindruck eines historischen Romans. Ich fand das sehr stimmig beim Lesen, aber es hat mich auch etwas verunsichert, deshalb hierfür einen kleinen Minuspunkt.

Die Charaktere waren interessant und haben viel Potenzial, bekamen für mich aber nicht den Raum, den sie gebraucht hätten, um sich richtig zu entwickeln. Sowohl bei Emilia als auch bei Wrath fehlte mir das Gefühl des Kennenlernens während der Geschichte. Ich fand beide echt spannend und habe sie gerne begleitet, aber ich könnte jetzt nicht behaupten, ihnen emotional nähergekommen zu sein. Dafür fehlte mir im Buch einfach der persönliche Funke. Auch die Liebesgeschichte konnte ich deshalb noch nicht ganz fühlen. Da sie im ersten Band auch nicht im Fokus steht, bin ich aber sehr gespannt auf die Folgebände und darauf, wie sich die Beziehung zwischen Emilia und Wrath noch entwickelt.

FAZIT

Kingdom of the Wicked: Der Fürst des Zorns ist ein sehr vielversprechender Einstieg mit einem tollem Setting, einem düster-flüssigen Schreibstil und interessanten Charakteren, die definitiv Potenzial für Großes haben. Obwohl ich in diesem ersten Band noch keine emotionale Bindung zu Emilia und Wrath gespürt habe, konnten mich beide faszinieren und ich bin wahnsinnig auf ihre Entwicklung gespannt. Band 2 wird definitiv bald gekauft!

3,5 Sterne

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