Rezension: Revolve [Bal Khabra]

REZENSIONSEXEMPLAR

Die Off the Ice Reihe von Bal Khabra gehört inzwischen zu meinen liebsten Eishockey Romance Reihen. Band 1 und 2 konnten mich bereits absolut begeistern, weshalb die Erwartungen und die Vorfreude für Band 3 groß waren.

Ob und wie mir Revolve gefallen hat, verrate ich euch wieder in diesem Beitrag.
Viel Spaß!

Produktdetails: ISBN: 978-3-7363-2569-2 | LYX Verlag | 509 Seiten | Klappbroschur | Off the Ice 3

INHALT

Der Traum von Eiskunstläuferin Sierra Romanova ist geplatzt. Nach einem schweren Unfall kann sie nicht bei den Olympischen Spielen antreten und hat Angst, aufs Eis zurückzukehren. Ausgerechnet Dylan Donovan, der wegen seines rücksichtslosen Verhaltens und der wilden Partyexzesse vom Eishockeyteam suspendiert wurde, stellt ihr Leben komplett auf den Kopf. Seine provokanten Worte treiben sie zurück aufs Eis – und schon bald kann sie auch außerhalb des Trainings nicht aufhören, an ihn zu denken. Als Sierra für ihr Comeback einen Partner braucht, ist Dylan ihre beste Chance. Und was für die beiden als absolute Notlösung beginnt, lässt schnell Gefühle aufkommen, die sie nicht mehr ignorieren können …

GEDANKEN ZUM BUCH

Nachdem Band 1 und 2 Highlights von mir waren, war ich ziemlich gespannt auf Revolve! Ich muss zwar zugeben, dass ich die Charaktere nicht mehr so im Kopf hatte und mich an Dylan nicht so richtig erinnern konnte, aber da man die Bücher ohnehin unabhängig voneinander lesen kann, war das nicht so schlimm. Einige Erinnerungen sind dann im Laufe des Buches wiedergekommen, da auch Aiden und Eli ihre Auftritte in der Geschichte haben.

Ich fand das Buch echt süß! Mit 500 Seiten ist es wieder mal ein ganz schöner Klopper – keine Ahnung, wann das Standard geworden ist, dass Romance Bücher so dick sind – aber man kommt eigentlich echt gut durch. Den Schreibstil kennt man ja bereits und ich fand ihn auch hier wieder sehr gelungen. Es ist eine gute Mischung aus Beschreibung, Erzählung und Emotionen. Schade, dass es dieses Mal kein Hörbuch gegeben hat (zumindest nicht bei Storytel und Audible).

Mich hat die Geschichte gut unterhalten und ich mochte die Charaktere auch echt gerne. Die Dynamik der beiden war toll, insbesondere durch die vielen Neckereien. Trotzdem war es für mich der schwächste Band der Reihe. Ich habe die Liebesgeschichte nicht so stark gefühlt wie in Band 1 und Band 2. Mir fehlte bei Dylan und Sierra das besondere Etwas, das Aiden/Summer und Eli/Sage hatten.

Was ich aber sehr mochte, war die Leidenschaft der beiden: Die für ihren Sport und die füreinander. Auch die Traumabewältigung sowie Dylans familiäre Probleme fand ich greifbar und gut umgesetzt. Beides bekommt viel Raum im Buch, was ich richtig und wichtig fand – wobei man sagen muss, dass Dylan hier mehr Raum und Aufarbeitung bekommen hat als Sierra, deren Ängste und Probleme im Laufe der Handlung immer weniger geworden sind. Das war mir etwas zu „einfach“ gelöst bzw. abgearbeitet.

Überhaupt fand ich einige Themen etwas stiefmütterlich gelöst, wie z.B. Dylans anfängliche Suspendierung, die er ja wegen dem Drogenkonsum bekommen hat. Anstatt hier die Verantwortung zu übernehmen bereut er einfach, den Konsum nicht besser geplant zu haben. Dass er seine Partyausschweifungen mit dem schwierigen Verhältnis zu seinen Eltern rechtfertigt, fand ich auch nicht so toll. Das hat es mir anfangs echt schwer gemacht, ihn ernst zu nehmen. Er hat aber einiges wiedergutgemacht in der Art und Weise wie er mit Sierra umgegangen ist. Wie er ihr geholfen, sie ermutigt und sie unterstützt hat, fand ich toll. Ich fand nur seine 180 Grad Wandlung etwas schnell. Vom Party-Boy zur absoluten Greenflag in 0,2 Sekunden – fand ich nicht so ganz authentisch, aber schön zu lesen.

Was mich gestört hat war die Entscheidung, die Dylan gegen Ende getroffen hat. Das fühlte sich für mich so an, als hätte er seinen ursprünglichen Charakter, seine Träume, Ziele und Zukunft abgestreift, nur um für Sierra der Mann sein zu können, den sie verdient. Das hat bei mir irgendwie ein komisches Gefühl hinterlassen.

Ich weiß zwar wie es gemeint und was die Message hinter dieser Entscheidung war, aber da kam mir zu wenig Erklärung. Ich hätte mir mehr Klarheit und Überzeugung von Dylan gewünscht und dass deutlich wird, dass ER das für SICH will und nicht nur, weil er Sierra glücklich machen will.

Es hat gut zu den beiden gepasst, fühlte sich aber trotzdem so an, als hätte Dylan sich selbst für Sierra aufgegeben. Fand ich einfach schade.

FAZIT

Revolve konnte mich leider nicht ganz überzeugen. Obwohl die Geschichte solide und unterhaltsam war, fehlte mir die emotionale Tiefe und das besondere Etwas, das die Vorgängerbände für mich so besonders gemacht hat. Handlung und Charaktere hatten eine solide Basis, aber bei beidem fehlte mir der Wow-Faktor. Gewisse Bereiche bekamen nicht den Raum, den sie gebraucht hätten, dafür drehten sich andere im Kreis. Bei 500 Seiten kann das ziemlich anstrengend werden.

Ich fand das Buch süß, aber gleichzeitig bin ich ein bisschen enttäuscht.

3,5 STERNE

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