Rezension: The Dare [Elle Kennedy]

Elle Kennedy und ihre Eishockey Jungs gehören für mich zur absoluten Pflichtlektüre. Ein paar wissen vielleicht, dass ich ihre Bücher verschlinge wie Schokolade und ebenso sehr genieße. Natürlich habe ich mich deshalb sofort auf The Dare gestürzt und die Geschichte inhaliert. Wie mir das Buch gefallen hat, könnt ihr in dieser Rezension nachlesen. Viel Spaß!

Produktdetails: ISBN: 978-3-492-31716-0 | 432 Seiten | Briar U 4 | Piper Verlag | Taschenbuch

INHALT

Die schüchterne Taylor muss sich auf einer Party der Mutprobe ihrer gemeinen Verbindungsschwestern stellen: Sie soll ausgerechnet Connor Edwards verführen, den heißesten Eishockeyspieler der Briar University. Doch anstatt mit ihm zu flirten, sagt Taylor ihm kurzentschlossen die Wahrheit. Zu ihrer Überraschung willigt Connor sofort ein, ihr zu helfen und bietet sogar an, sich auch nach der Party als ihr frisch verliebter Lover auszugeben. Doch was als prickelnder Scherz beginnt, wird bald zu einem riskanten Spiel, bei dem Herzen brechen können …

GEDANKEN ZUM BUCH

Elle Kennedy überzeugt mich jedes Mal mit ihrer Art zu schreiben. Sie schafft es einfach immer, die perfekte Mischung aus Romance, Humor und Ernst zu treffen und alles mit unglaublich authentischen Charakteren zu erzählen. Bei The Dare war ich mir deshalb wieder sicher, auch hier in absolute Begeisterungshymnen zu verfallen und alles daran zu lieben. Bei der ersten Hälfte des Buches stimmt das auch, denn hier gab es wieder alles, was ich an den Briar U Büchern liebe. Aber von vorne:

Der Beginn der Geschichte ist typisch Elle Kennedy. Taylor und Connor lernen sich auf unorthodoxe Weise auf einer Party kennen. Es funkt zwischen ihnen und der Humor kommt nicht zu kurz. Alles wie immer, alles toll. Mir gefiel vor allem, dass beide Charaktere gleich zu beginn absolut ehrlich miteinander sind. Taylor verschweigt Connor nicht, dass sie ihn nur anspricht, weil sie durch ein Spiel dazu gezwungen ist und Connor verschweigt ihr später auch nicht, dass er ihren Freund spielen will, weil er gehört hat, wie schlecht über Taylor gesprochen wird und er ihr deshalb helfen wollte. Die Ehrlichkeit zwischen den beiden war absolut erfrischend und hat für eine ganz eigene Art der Spannung gesorgt. Denn Connor und Taylor kämpfen beide mit ihrer Selbstwahrnehmung und überspielen viele Unsicherheiten mit Humor und Sexyness. Das funktioniert eine Zeit lang wirklich gut und sorgt für ein paar tolle, lustige und romantische Szenen, doch leider wird hier die Entwicklung der beiden – für meinen Geschmack – viel zu lange hinausgezögert. Vor allem Taylor dreht sich immer wieder im Kreis und kann/will einfach nicht erkennen, dass ihr Körper wunderschön ist und Connor sie wirklich gerne mag. Sie zweifelt an sich selbst, an Connor, an ihrer Abmachung und überhaupt an allem und jedem. Das wurde mir nach der Hälfte des Buches tatsächlich zu anstrengend und ich fing an, Seiten zu überfliegen. Ein schlechtes Zeichen, wie ich finde…

Trotzdem mochte ich beide Charaktere wirklich gerne. Connor hat das Herz am rechten Fleck und sorgt immer wieder für lustige Momente. Er nimmt sich selbst nicht allzu ernst, ist ein absolut leidenschaftlicher Mensch und loyal gegenüber seinem Team. Taylor ist süß, authentisch und warmherzig. Mir tat es so leid, dass sie sich selbst nicht so sehen kann, wie andere sie sehen. Ihr Körper entspricht nicht den gängigen Modelmaßen und sie wurde in ihrer Kindheit und Jugend dafür gehänselt, weshalb sie sich immer noch als „dickes Mädchen“ wahrnimmt. Das tat mir einfach leid für sie, vor allem weil sie sich von dem Gedanken trotz Connors Bemühungen nicht lösen konnte.

Die Handlung ist wie bei den anderen Teilen der Reihe eine Mischung aus Humor, Klischee, Romantik und ernsten Themen. Da bei allen Elle Kennedy Büchern aber die Figuren die Handlung tragen, konnte mich The Dare leider nicht ganz überzeugen. Trotzdem habe ich den Abschluss der Reihe genossen und es geliebt, den anderen Charakteren wieder zu begegnen. Die Briar U Studenten haben einfach einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen.

FAZIT

Trotz meiner großen Liebe für Elle Kennedy und ihre Bücher, konnte mich The Dare leider nicht ganz überzeugen. Obwohl mir der Humor, die Romantik und die Thematik des Bodyshamings wirklich gut gefallen haben und alles von der Autorin wieder absolut glaubwürdig erzählt wurde, so fehlte mir hier leider der besondere Funke. Taylor und Connor sind großartig, aber beide mit einer verzerrten Selbstwahrnehmung belastet. Dadurch brauchen sie für mich einfach zu lange, um sich zu entwickeln bzw. sich aus diesem Teufelskreis der Negativität zu befreien. Vor allem Taylor dreht sich leider immer wieder im Kreis, wodurch das Buch unnötige Längen bekommt, die Elle Kennedy durch ein zweites Drama aufzulockern versucht. Für mich war das aber leider zu viel des Guten, wodurch das Buch für mich ins Negative gekippt ist. Mir wäre es hier tatsächlich lieber gewesen, auf Connors Drama zu verzichten und dafür das Bodyshaming weiter auszubauen. Deshalb muss ich leider zugeben, dass The Dare für mich der schwächste Teil der Reihe ist, was ich schade finde weil es der Abschlussband ist. Empfehlen will ich das Buch aber trotzdem, weil sowohl der Schreibstil, die Charaktere als auch der Großteil der Handlung überzeugen.

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