Rezension: Daughter of Smoke and Bone [Laini Taylor]

Daughter of Smoke and Bone: Zwischen den Welten ist der erste Teil einer gehypten Jugend-Fantasy-Reihe, die mir in den letzten Monaten mehrfach ans Herz gelegt und empfohlen wurde. Die Reihe selbst ist schon etwas älter und die gebundenen Bücher kaum noch irgendwo neuwertig zu kaufen. Ob und wie mir der erste Band gefallen hat, könnt ihr wie gewohnt in diesem Beitrag nachlesen. Viel Spaß!

Produktinformationen: ISBN: 978-3-596-19198-7 | 496 Seiten | S. Fischer Verlage | Preis: € 17,50 [A] , € 16,99 [D]

INHALT

Was würdest du dir wünschen, wenn du nur eine Perle deiner Kette opfern musst, damit dein Wunsch in Erfüllung geht?
Wo würdest du hinreisen, wenn du bloß durch eine Tür gehen musst, um nahezu alle Orte der Welt zu erreichen?
Wie würdest du dich fühlen, wenn du den falschen Mann liebst, er aber die Antwort auf alle deine Fragen ist?
Karou dachte, sie wüsste, wer sie ist. Doch dann kommt es zu einer Begegnung, die alles verändert …
[Quelle: S. Fischer Verlage]

„Mein Leben ist Blut, weil meine Welt vom Krieg beherrscht wird.“

S. 253

GEDANKEN ZUM BUCH

Der Einstieg in das Buch ist mir aufgrund von Laini Taylors angenehmen Schreibstil sehr leichtgefallen. Das Prager Setting wurde von ihr unglaublich liebevoll und detailliert beschrieben, sodass ich die Schauplätze gut vor meinem inneren Auge „sehen“ konnte. Die Hauptfigur Karou gefiel mir ebenfalls sofort. Ihre freche, selbstbewusste und starke Persönlichkeit sticht ebenso aus der Masse der Young Adult Charaktere heraus wie ihre blauen Haare und die vielen Tattoos. Karou ist lustig, sarkastisch und stürzt sich in gefährliche Aktionen, von denen sie nicht immer unbeschadet zurückkommt. Ihr ganzes Auftreten ist authentisch und sympathisch.
Jedenfalls am Anfang.
Denn nach ein paar Kapiteln startet die eigentliche Handlung und wir begleiten Karou auf ihrem Weg, die Wahrheit über sich und ihre Vergangenheit herauszufinden. Von da an ging es für mich leider bergab, denn weder die Handlung noch die Charaktere konnten mich überzeugen und ich habe wirklich mit mir gekämpft, um das Buch überhaupt zu beenden.
Ich weiß auch gar nicht, woran genau es lag, denn die Grundidee ist fantastisch und originell (wenn man bedenkt, dass das Buch 2011 erschienen ist). Der Konflikt mit den zwei Rassen sorgt eigentlich für Spannung, ebenso die vielen Geheimnisse und Karous Fähigkeiten. Aber anstatt durch die Seiten zu fliegen und mit ihr mitzufiebern, habe ich darauf gewartet, dass endlich etwas passiert. Ich habe wirklich lange gebraucht, um den roten Faden im Buch zu finden und bin deshalb die meiste Zeit ohne Halt durch die Seiten geflogen. Weder Spannung noch Emotionalität haben mich aufgefangen, denn beide habe ich stark vermisst. Akiva, der männliche Protagonist, war für mich so blass, dass ich fast durch ihn durchsehen konnte und selbst Karous beste Freundin kam mir hauptsächlich wie ein Störfaktor vor. Emotionen habe ich nur bei Kaz wahrgenommen und der ist im Laufe des Buches einfach verschwunden, als hätte die Autorin vergessen, dass es ihn noch gibt. Spannend wurde es erst wieder im letzten Drittel, wo auch endlich die angeteaserte Lovestory kam. Die hat mir dann – zusammen mit dem letzten Abschnitt des Buches – ganz gut gefallen, aber es hat leider trotzdem nicht gereicht, um die anderen zwei Drittel auszugleichen. Relevante Informationen werden so spärlich und verwirrend vermittelt, dass ich ein paar Abschnitte nachträglich noch einmal lesen musste, um nachzuprüfen, was mir da entgangen ist. Die Autorin spielt hier mit Gegenwart und Vergangenheit, mischt die Zeitabschnitt für meinen Geschmack aber zu oft und zu durcheinander, sodass man schnell den Faden verliert. Sorry, aber das war leider nicht mein Buch.

FAZIT

Daughter of Smoke & Bone hat durchaus Potenzial. Der angenehme Schreibstil, das tolle Setting und die selbstbewusste, freche Hauptprotagonistin sind ein guter Ausgangspunkt und haben verständlicherweise sehr viele LeserInnen begeistert. Für mich haben jedoch sowohl der rote Faden, die Spannung und die Emotionen gefehlt, sodass ich mich durch 2/3 des Buches eher schlecht als recht gequält habe, bevor im letzten Drittel dann endlich Spannung und Gefühl aufkam. Die Lovestory kam mir die meiste Zeit eher erzwungen vor, denn Akiva bleibt bis zum Schluss ziemlich blass. Erst als man die Geschichte seiner Vergangenheit liest beginnt man zu verstehen, warum er angeblich so starke Gefühle für seine Geliebte hegt. Leider kam diese Erkenntnis für mich zu spät, sodass ich keine Verbindung zu ihm eingehen konnte und die Sympathie ausblieb. Die einzig sympathische männliche Figur war für mich Kaz, der leider irgendwo im Buch verschwunden ist. Ich werde die anderen Teile der Reihe nicht mehr lesen und kann dieses Mal leider keine Leseempfehlung aussprechen.

2 Kommentare zu „Rezension: Daughter of Smoke and Bone [Laini Taylor]

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