Rezension: Diamond Empire [Julie Johnson]

Hallo, ihr Lieben!
Heute habe ich wieder eine Rezension für euch. Mit Diamond Empire schließt sich die Forbidden Royal Trilogie und mit ihr eine wirklich tolle Reihe. Trotz einiger Kritikpunkte habe ich die Leszeit wirklich sehr genossen und hoffe auf baldigen Nachschub von Julie Johnson. Hier könnt ihr wieder in meinen Gedanken zum Buch schmökern. Viel Spaß!

Produktinformationen: ISBN: 978-3-7363-1342-2 | LYX Verlag | 477 Seiten | Preis: € 13,30 [A], € 12,90 [D]

INHALT

Muss sie ihre Liebe aufgeben, um die Krone zu behalten? Durch ein tragisches Ereignis findet sich Emilia Lancaster viel zu früh in der Rolle wieder, in der sie sich selbst nie gesehen hat – als Königin von Caerleon. Doch auch wenn ihr eigenes Herz durch den Verlust ihres Vaters und den Verrat ihrer engsten Verbündeten in tausend Scherben liegt, muss sie ihre Pflichten erfüllen und nach außen hin Stärke zeigen. Denn Emilia steht vor ihrer größten Herausforderung: Sie muss für ihr trauerndes Volk da sein, ihren intriganten Feinden die Stirn bieten und vor allem versuchen, den Mann zu vergessen, der ihr einst mehr bedeutete als alle Kronjuwelen des Königreichs – Carter Thorne. [Quelle: Lyx Verlag]

GEDANKEN ZUM BUCH

Zuallerst müsst ihr wissen, dass es sich bei Diamond Empire um den Abschlussband der Reihe handelt und ihr definitiv über Spoiler stolpert, wenn ihr diese Rezension ohne Vorwissen lest! Kennt ihr die anderen beiden Teile der Trilogie bereits, seid ihr hier genau richtig.
Das Buch beginnt einige Monate nach den Ereignissen von Teil 2. Emilia ist nun Königin und immer noch traumatisiert vom Bombenanschlag und dem plötzlichen Tod ihres Vaters. Carter, Chloe und ihre Vertrauten hat sie aus dem Palast geworfen, was ihr ebenfalls schwer zusetzt. Sie wird von Schlafproblemen, PTBS, Gewissensbissen und Zweifeln heimgesucht und verlässt kaum noch den Palast. Das Volk aber liebt seine Königin, wodurch Emilia sich letztendlich mit ihrer neuen Rolle auseinandersetzt und diese akzeptiert bzw. sie endlich bewusst annimmt.
Emilias Wandel fand ich wahnsinnig spannend und authentisch. Sie hat sich im Vergleich zum ersten Teil einfach gewaltig entwickelt und ist reifer, verantwortungsbewusster und vor allem stärker geworden. Besonders ihre Stärke hat mich immer wieder beeindruckt. Denn obwohl sie nie Königin sein wollte, tut sie alles für ihr Volk und setzt sich sogar für Veränderungen ein. Dadurch wirbelt sie ordentlich Staub im Land auf und macht sich mehr Feinde denn je.

Die ganzen Intrigen, Machspiele und Anfeindungen haben mich zeitweise an eine dramatische Telenovela erinnert, was – wie ich zugebe – nicht immer meinen Geschmack getroffen hat. Zwischendurch hätte ich mir einfach eine kleine Drama-Pause gewünscht, wo nicht jede Handlung zu neuen Problemen und/oder Dramen führt. Apropos Drama: Die Beziehung zu Carter ist auch im Finale alles andere als einfach. Als Königin muss Emilia einen einflussreichen Mann heiraten, der ihr und dem Land von Nutzen ist. Carter Thorne, Stiefbruder, Playboy und Aristokratieverächter ist hier natürlich kein „guter Fang“ für die junge Frau und würde sie den Thron kosten. Trotzdem können die beiden nicht die Finger voneinander lassen und verletzen sich dabei gegenseitig immer und immer wieder. Auch hier war mir das Drama ab einem bestimmten Punkt etwas zu viel. Toll fand ich aber, dass die Beziehung der beiden in diesem Band mehr Spielraum bekam. Meine größte Kritik von Teil 2 war ja, dass Carter kaum anwesend war, was hier zum Glück nicht der Fall war. Es gab Szenen zwischen den beiden, die mir das Herz zerrissen haben. Ich konnte die Sehnsucht, den Schmerz und die Lust der beiden wirklich fühlen!

Julie Johnsons Schreibstil ist einfach toll. Man kann sich richtig in die Zeilen fallenlassen und spürt trotzdem jede Emotion. Auch thematisch gefiel mir das Buch unglaublich gut. Emilia setzt sich für Gleichberechtigung im Land ein, sie kämpft gegen ihre PTBS und wächst langsam in ihre königliche Rolle und die damit verbundene Verantwortung hinein. Alles schwierige Themen, aber durch Emilia unglaublich authentisch umgesetzt!
Nichtsdestotrotz habe ich auch ein bisschen Kritik, die ich loswerden muss. Abgesehen vom Drama, das mir zum Teil etwas zu viel war, wurden einige Fragen am Ende nicht beantwortet. Owen zum Beispiel wurde nach einem kurzem Auftritt gar nicht mehr erwähnt, obwohl er Emilias bester Freund ist. Das fand ich wirklich schade, weil es interessant gewesen wäre, Emilias „altes“ Leben mit ihrem neuen zu verschmelzen. Auch die Sache mit Carter wurde am Ende nicht wirklich erklärt. Warum gab es die ursprünglichen Probleme auf einmal nicht mehr? Die Monarchiegegner scheinen auch nicht mehr zu existieren. Warum? Das sind so Kleinigkeiten, die man in einem Abschlussband meiner Meinung nach geklärt haben sollte.

FAZIT

Diamond Empire ist für mich der stärkste Band der Reihe. Emilias Entwicklung fand ich unglaublich spannend und authentisch und auch thematisch punktet das Buch mit Authentizität. Die Liebesgeschichte ist emotional, heiß und definitiv prickelnd, mir persönlich aber etwas zu dramatisch. Generell gibt es sehr viel Drama im Buch, aber das kennt man ja bereits aus den Vorgängerbänden und weiß somit, worauf man sich hier einlässt. Das Buch ist definitiv ein Auf und Ab der Gefühle und liest sich trotz seines Umfangs sehr schnell. Julie Johnsons toller Schreibstil, zusammen mit dem krassen Plot sorgen hier definitiv für einige Wow-Momente. Das Ende konnte ich bereits erahnen, habe es in diesem Rahmen aber nicht kommen sehen. Hier gibt es einen Extrapunkt für den Überraschungseffekt! Obwohl einige Fragen am Ende nicht beantwortet wurden, gibt es von mir eine Leseempfehlung.

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