Rezension: Dangerous Boys – Wenn ich dir vertraue

Dangerous Boys: Wenn ich dir vertraue ist der erste Band einer Trilogie, die im cbj Verlag erschienen ist und stammt aus der Feder von Catherine Doyle. Ich hatte diese Reihe eigentlich gar nicht auf dem Schirm, wurde dann aber mächtig gebookfluenced und musste den Versuch mit Band 1 wagen. Ob mich die Geschichte überzeugen konnte, könnt ihr hier nachlesen.

INHALT

Wenn es um Rache geht, ist Liebe eine gefährliche Komplikation.
Als eine mysteriöse Familie in die verlassene Villa in ihrer Nachbarschaft zieht, verändert sich Sophies Leben für immer. Unwiderstehlich von Badboy Nic angezogen, gerät Sophie immer tiefer in eine kriminelle Unterwelt. Nur langsam kommt sie hinter die dunklen Geheimnisse von Nics Familie – und die ihrer eigenen. Als sie schließlich die schreckliche Wahrheit erfährt, steht plötzlich alles auf dem Spiel: ihre Familie, ihre Liebe – ihr Leben … [Quelle: Random House]

„Schönheit ist überall. Selbst in der Dunkelheit gibt es Licht, aber es ist das seltenste von allen.“

S. 135

MEINE MEINUNG

An dieses Buch bin ich sehr neugierig, aber ohne große Erwartungen herangegangen. Gerechnet hatte ich mit einer netten Jugendbuch-Liebesgeschichte, serviert wurde allerdings ein richtig spannender Pageturner mit Krimi- und Mafiaelementen. Catherine Doyle hat mich hier wirklich positiv überrascht. Nicht nur ihr angenehmer Schreibstil, sondern auch der hohe Spannungsbogen haben mich im Eiltempo durch die Seiten getrieben, sodass ich das Buch in weniger als zwei Tagen durch hatte. Obwohl ich zwischendurch etwas unsicher war, hat mir die Geschichte von Sophie richtig gut gefallen. Characterbuilding und Handlung sparen zwar nicht gerade an Klischees, aber da diese sehr gut gesetzt wurden, stört das eigentlich gar nicht.
Sophie beispielsweise ist ein klassischer Jugendbuch-Charakter: hübsch, humorvoll, unsicher und naiv. Sie stolpert von einer Gefahr zur nächsten und scheint überhaupt keinen Selbsterhaltungstrieb zu haben. Gleichzeitig ist sie aber auch neugierig, ehrlich, stur und klug. Ihr Charakter mischt Klischee mit Authentizität, was mir richtig gut gefallen hat. Auch Nic ist so eine authentische Klischee-Mischung. Auf den ersten Blick scheint er der klassische Bad Boy zu sein, von dem sich Sophie natürlich angezogen fühlt. Auf den zweiten Blick ist er einfühlsam, gutherzig und scheint wirklich Gefühle für Sophie zu haben. Aber erst der dritte Blick zeigt sein wahres Wesen und ich wusste bis zum Ende nicht, ob ich das mochte. Nics Bruder Luca gefiel mir da schon viel besser! Auch er scheint auf den ersten Blick in die Bad Boy Klischee-Kiste zu passen, aber man merkt ziemlich schnell, dass hinter Lucas Verhalten noch viel mehr steckt. Zwar lernt man ihn im ersten Band nicht richtig kennen, aber ich vermute, dass sich das in den Folgebänden noch ändert. Für mich hat Luca nämlich sehr viel Potenzial! Die anderen Brüder sind – bis auf Valentino – ziemlich blass und eher unterstützende Nebenfiguren.
Die Handlung baut sich langsam auf, bleibt aber durchgehend spannend. Gegen Ende fand ich ein paar Enthüllungen und Entscheidungen etwas unglaubwürdig, aber es gibt ja noch zwei Teile, wo sich dann einiges ändern könnte. Alles in allem hat mich die Geschichte gut unterhalten und ich bin richtig gespannt auf Band 2.

Dieses Leben ist so komplex, dass wir nur selten die Gelegenheit bekommen, der Mensch zu sein, der wir in Wahrheit zu sein bestimmt sind. Stattdessen tragen wir Masken und bauen Mauern auf, um mit der Angst der Ablehnung fertigzuwerden, mit dem Gefühl des Bedauerns, dem bloßen Gedanken, dass uns jemand nicht als den Menschen liebt, der wir tief in unserem Inneren sind. Dass derjenige nicht versteht, was uns wirklich antreibt.

S. 135

FAZIT

Dangerous Boys: Wenn ich dir vertraue ist ein spannender Reihenauftakt, der sich thematisch an den gängigen Jugendbuch-Klischees orientiert, diese aber mit neuen Elementen aufpeppt und so geschickt damit spielt, dass sie überhaupt nicht stören. Die Handlung ist richtig spannend und zusammen mit dem sehr angenehmen Schreibstil liest sich die Geschichte ziemlich schnell. Für mich ist der erste Band ein tolles Wohlfühlbuch, das mich sehr gut unterhalten hat.

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