Rezension: Don´t Love Me [Lena Kiefer]

Lena Kiefer gehört seit der Ophelia Scale Trilogie zu meinen liebsten deutschen Autorinnen. Als ich hörte, dass sie an einem New Adult Projekt arbeitet, wusste ich sofort, dass ich diese Reihe unbedingt lesen muss. Denn wenn Lena eines kann, dann Spannung erzeugen! Mit Don’t Love Me startet der erste Band ihrer Don’t Reihe, die im cbj Verlag erscheint. Wie mir das Buch gefallen hat, könnt ihr in der folgenden Rezension nachlesen. Viel Spaß!

INHALT

ER hat ein dunkles Geheimnis.
SIE ist tabu für ihn.
Haben sie eine Zukunft?

KENZIE ist nicht gerade begeistert davon, in den schottischen Highlands ihr Design-Praktikum zu absolvieren. Doch als sie bei ihrem ersten Auftrag dem jungen Erben der Luxushotelkette begegnet, ändert sich alles. Der attraktive Lyall fasziniert sie von der ersten Minute an. Doch welches Geheimnis verbirgt er hinter seinem abweisenden Verhalten?
LYALL bleibt ein Sommer, um sich am Stammsitz seiner altehrwürdigen Familie zu bewähren. Gelingt ihm das nicht, ist seine Zukunft in Gefahr. Als er der Designstudentin Kenzie begegnet, gerät sein Plan ins Wanken. Denn ihrer Anziehungskraft kann er einfach nicht widerstehen. Doch keiner weiß besser als er, wie verhängnisvoll eine Beziehung zu ihm für sie enden könnte.
[Quelle: Random House]

„Man sieht es mir vielleicht nicht an, aber glaub mir, ich bin beschädigte Ware. Nichts weiter als ein hübscher Karton mit einem Haufen Schutt drin.“

S. 224

KENZIE & LYALL

Kenzie ist die älteste von insgesamt vier Schwestern und hat nach dem Tod ihrer Mutter viel Verantwortung übernommen. Ihr Traum ist es, Interior Design an der University of the Arts in London zu studieren. Um dieses Ziel zu erreichen, benötigt sie ein Praktikum im Innendesign Bereich, das sie in der Heimatstadt ihrer Mutter absolviert. Dort trifft sie auch auf Lyall. Kenzie ist stark und zielstrebig, stellt ihre Bedürfnisse aber meistens hinter die ihrer Familie. Sie ist nett, lustig und bodenständig.

Lyall ist Erbe einer großen – seit Generationen erfolgreich familiengeführten – Hotelkette. Er studiert Architektur in Chicago und hat nur einen Sommer, um seiner strengen Großmutter zu beweisen, dass er würdig ist, Teil des Unternehmens zu sein. Lyall wirkt auf den ersten Blick wie der typische reiche Schnösel: arrogant und herablassend. Doch wenn man hinter seine Fassade blickt, erkennt man schnell, dass Lyall keinen Wert auf sein Vermögen legt. Er ist bodenständig, sensibel und loyal gegenüber den Menschen, die ihm wichtig sind.

„Ich brauche keinen perfekten Prinzen auf dem weißen Pferd. Sondern einen Menschen, der mir so nah war, dass es keine Geheimnisse gab.“

S. 229

MEINE MEINUNG

Ich liebe die Art, wie Lena Kiefer Geschichten erzählt! Sie hat einfach eine Gabe dafür, ihre LeserInnen vollständig einzufangen und nicht mehr loszulassen. Ich liebe ihre Charaktere, wie sie Dinge und Orte beschreibt und wie sie es schafft, mit den einfachsten Mitteln eine spannungsgeladene Geschichte zu zaubern. Mir hat dieses Buch einfach so unglaublich gut gefallen!
Das schottische Setting war atemberaubend schön und so detailliert beschrieben, dass ich das Gefühl hatte, mit den Protagonisten in den Highlands zu campen. Auch die Umgebung des Hotels, der kleine schottische Ort und sogar Kenzies Haus wurden so zielgenau beschrieben, dass mir alles vertraut vorkam. Besonders Kenzie war mir sofort sympathisch, denn sie steht – anders als manch andere NA Protagonistin – bereits mit beiden Beinen im echten Leben und weiß, was sie will. Da sie für ihre Schwestern verantwortlich ist, kann sie sich keine Fehler leisten und zieht ihre Pläne durch. Der Familienzusammenhalt hat mir hier sehr gut gefallen. Sowohl Kenzies Vater als auch ihre Schwestern unterstützen sie und versuchen, ihr einen Teil der Verantwortungslast abzunehmen. Ich fand es unglaublich süß, wie die Schwestern miteinander umgehen und wie sehr der Vater seine Mädchen schätzt.
Im Vergleich dazu wirkt Lyalls Familie noch extremer. Die strengen Regeln der Hendersons waren ganz schön krass, auch wenn ich es ziemlich cool fand, dass hier die Frauen die Macht haben und die Männer quasi Deko sind.
Ich fand es gut, dass das Buch aus beiden Perspektiven erzählt, sodass man sowohl Lyall als auch Kenzie gut kennenlernen und ihre Handlungen nachvollziehen kann. Durch Lyalls Geheimnis und seinen Masterplan, seine Familie betreffend, wird der Spannungsbogen sehr hoch gehalten und die Liebesgeschichte bekommt mehr Schwung. Die Momente zwischen Kenzie und Lyall habe ich besonders genossen, denn jede Unterhaltung war voller Emotionen. Die Romantik sowie der Humor kommen nicht zu kurz und ich habe mit beiden wirklich gerne mitgefiebert. Richtig gut fand ich auch die tollen Nebencharaktere, wie Lyalls Schwester Edina und seinen Cousin Finlay, die in den Folgebänden hoffentlich noch präsenter sind.

FAZIT

Dont’t Love Me ist ein grandioser Reihenauftakt und bietet neben einem hohen Spannungsbogen und einem fantastischen Setting auch eine tolle Liebesgeschichte. Es geht ums Erwachsen werden und darum, sich seinen Platz in der Welt zu erkämpfen. Wer eine Schwäche für romantisches Prickeln, Familienintrigen und zerstörerische Geheimnisse hat, wird mit diesem Buch definitiv keinen Fehlgriff erleben. Von mir gibt es auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung.

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