Rezension: Finale [Stephanie Garber]

Endlich war ich dazu bereit, mich dem letzten Band der Caraval Reihe zu stellen und diese wundervolle Welt, ihre Mysterien und Geheimnisse, ihre Intrigen, die Gefahren und die Faszination noch ein letztes Mal zu genießen. Ihr merkt schon, in welche Richtung das hier gehen wird, aber ich verweise euch dennoch auf den Beitrag, wenn ihr meine Gedanken zum Buch erfahren wollt.
Viel Spaß! PS. Es handelt sich um Band 3 einer Reihe, also werdet ihr hier zwangsläufig über Spoiler zu den Vorgängerbänden stolpern.

Produktdetails: ISBN: 978-3-492-70577-6 | 480 Seiten | Piper Verlag – ivi Verlag | Caraval Band 3 | Klappbroschur

INHALT

Das magische Festival Caraval fordert stets einen Tribut, selbst wenn das Spiel längst vorbei ist. Denn Master Legend ist der Herr der Illusion. Seine Magie hat das Spiel Caraval erschaffen, doch er will mehr. Viel mehr. Für Donatella und ihre Schwester Scarlett beginnt ein Wettlauf um das ihr Leben, in dem Freund und Feind nicht klar zu erkennen sind. Wem können sie vertrauen? Was hat Legend vor? Gibt es einen Ausweg oder werden sie am Ende alles verlieren?  

GEDANKEN ZUM BUCH

Nachdem mich Legendary so sehr begeistert hat, zögerte ich den Abschlussband etwas hinaus. Einfach weil ich nicht wollte, dass diese wundervolle Reihe endete oder womöglich (worst case szenario) nicht so zu Ende ging, wie ich mir das erhoffte. Legandary war ein genialer, extrem starker zweiter Band, was an sich schon sehr selten vorkommt, da die Mitte oft etwas enttäuschend ist. Aber hier? Definitiv nicht. Umso begieriger war ich dann natürlich auf Band 3 und hatte ziemlich hohe Erwartungen, die leider nicht ganz erfüllt wurden. Versteht mich nicht falsch: Ich fand das Buch wirklich großartig. Es war spannend, magisch, in die Irre führend. Eben so, wie man es von den beiden Vorgängern schon kannte. Aber es gab in Finale ein paar Punkte, die ich persönlich nicht ganz so toll fand.

Fangen wir bei Scarlett an. Was sollte dieser Handlungsstrang mit dem Grafen? Wieso musste man den einführen, obwohl nach Band 1 – spätestens nach Band 2 – die Sache zwischen Scarlett und Julian eigentlich klar war? Ich fand es unnötig, lückenfüllend und viel zu schnell abgearbeitet. Als nächstes die Sache mit der Mutter. Diesen Nebenstrang hätte ich ebenfalls nicht gebraucht und fand ihn unnötig dramatisch. Zudem sind mir die Magie und die Intrigen in diesem Band etwas zu kurz gekommen. Nachdem wir Tella und Scarlett zweimal während eines Caraval Spiels begleitet haben, mit ihnen gerätselt, gelitten und geliebt haben, so fehlte mir hier der Zauber davon. Die neue Realität war zwar ebenfalls spannend, einfach weil die Schicksalmächte für reichlich Chaos und Bosheit sorgten, aber ich habe das Spiel vermisst. Trotzdem habe ich das Buch sehr genossen.

Stephanie Garber schafft es mit ihrer Erzählweise, dass man sich komplett von der Außenwelt zurückzieht und in ihren Geschichten verschwindet. Es herrscht eine düstere Grundstimmung, man rätselt und stellt wilde Theorien auf und wird von den Charakteren und der Welt in die Irre geführt, sodass man nicht mehr zwischen Fakt und Fiktion unterscheiden kann. Es ist einfach großartig!
Nachdem nun die Identität von Legend offengelegt wurde, hatte ich ein bisschen Angst, dass die Geschichte womöglich ihren Reiz verliert, aber das ist zum Glück nicht passiert. Denn Legend ist geheimnisvoll, manipulativ und undurchschaubar wie eh und je. Die Lovestories passieren hier nebenbei, was ich toll fand, denn der Reiz dieser Reihe ist nicht die Romanik, sondern der schöne Schein und die Geheimnisse.

Erzählt wird dieses Mal sowohl aus der Perspektive von Donatella als auch von Scarlett. Mir persönlich gefiel Tellas Perspektive besser, einfach weil ich sie als Charakter lieber mochte und ihre Verbindung zu Legend geliebt habe. Das Finale oder „wahre Ende“ fand ich richtig gut, auch wenn es uns mit ein paar Fragezeichen und Theorien für das bald erscheinende Sequel zurücklässt.

FAZIT

Die Caraval Trilogie hat sich zu einer meiner liebsten Fantasyreihen gemausert und Finale ist definitiv ein würdiger Abschlussband. Zwar fand ich dieses Buch etwas schwächer als den Rest der Reihe, weil mir die Wirrungen und die Magie des Spiels gefehlt haben und ich ein paar Erzählstränge unnötig fand, aber ich habe es dennoch genossen, wieder in dieser Welt abzutauchen und mich von Legend an der Nase herumführen zu lassen. Tella und Dante werden wohl immer meine liebsten Charaktere dieser Reihe bleiben, auch wenn ich weiterhin ein kleines bisschen Team Jacks bin und Scarlett und Julien ebenfalls sehr gerne mag. Aber Tella und Dante haben mich einfach überzeugt und ich liebe sie. Die Auflösung der Geheimnisse fand ich von Stephanie Garber sehr gut beschrieben und ich bin gespannt, was sie im bald erscheinenden Sequel für uns bereithält. Ich kann euch dieses Buch – die ganze Reihe – jedenfalls sehr ans Herz legen. Wenn ihr Geheimnisse, Intrigen, fantastische und magische Welten und einzigartige Charaktere mögt, dann wird euch diese Reihe auf keinen Fall enttäuschen.

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