Rezension: Legendary [Stephanie Garber]

Bei Legendary handelt es sich um den zweiten Teil von Caraval, der wieder einmal viel zu lange auf meinem WUB (Wagen ungelesener Bücher] warten musste. Schon nach dem ersten Teil war ich völlig verzaubert von dieser Welt, die Stephanie Garber hier geschaffen hat und dementsprechend sehr gespannt auf die Fortsetzung. Wie mir das Buch gefallen hat, erfahrt ihr wieder in diesem Beitrag. Viel Spaß!
– Vorsicht, es ist eine Fortsetzung, deshalb akute Spoilergefahr!!

Produktinformationen: ISBN: 978-3-492-28213-0 | 448 Seiten | Piper Verlag – Ivi | Klappbroschur

INHALT

Donatella Dragna hatte kaum Zeit, sich an ihr neues Leben bei den Caraval-Schauspielern zu gewöhnen, als sie erfährt, dass Caraval-Master Legend die Aufführung eines neuen Spiels plant. Inmitten der Vorbereitungen spielt Donatella jedoch ein anderes, ebenso tödliches Spiel: Sie hat Schulden und es ist an der Zeit, diese zu begleichen. Wenn Donatella die Freiheit behalten will, die sie und ihre Schwester Scarlett sich so hart erkämpft haben, muss sie den Master von Caraval hintergehen. Donatella weiß, dass Legend gefährlich ist, doch sie lässt sich auf sein Spiel ein. Und obwohl sie sich geschworen hat, dass sie sich nie verlieben wird, ist ihr Herz plötzlich genauso in Gefahr wie ihr Leben …

GEDANKEN ZUM BUCH

Die Welt von Caraval ist magisch, gefährlich, verwirrend und macht absolut süchtig! Kaum, dass ich die erste Seite aufgeschlagen hatte, war ich gefangen. Ich konnte mich nicht mehr von der Handlung, den Charakteren, den Geheimnissen und der Magie trennen und habe das Buch verschlungen. Das waren definitiv ein paar sehr intensive Lesetage, denn ich habe die Realität völlig ausgeblendet und mich zusammen mit Donatella durch das Spiel gewunden.
Besonders Donatella hat mich im Buch wirklich begeistert. In Band 1 fand ich sie ja sehr naiv, unreif und selbstsüchtig. Wie falsch ich da lag! Denn wie alle anderen, so hat auch Tella im ersten Teil nur eine Rolle in Caraval gespielt und ist in Wahrheit so viel mehr. Tella ist eine Träumerin, eine Abenteurerin, jemand mit großen Zielen und einem noch größeren Herzen. Natürlich ist sie auch etwas naiv und eigensinnig, aber das macht sie nur noch sympathischer und vor allem menschlicher. Denn anders als Scarlet, die ihr halbes Leben davon träumte, gerettet zu werden, arbeitete Tella daran, sich selbst (und Scarlet) zu retten. Ich fand sie einfach großartig!

Das Spiel war wieder unglaublich spannend. Dieses Mal treibt es Legend auch extrem weit und spielt mit Wesen und Mächten, die selbst er nicht kontrollieren kann. Ich habe dieses Mal wirklich versucht, die Magie zu durchschauen und mich gegen den Sog von Legend zu wehren, aber es war zwecklos. Sobald das Spiel begann, wusste ich nicht mehr, was Fakt und was Fiktion war. Man weiß einfach nicht, wem man vertrauen kann und wer nur Teil des Spiels ist und einen in die Irre führt. Dieses Mal war es besonders schwer jemanden zu vertrauen, weil man viele Figuren bereits aus dem ersten Spiel kannte. Ich musste mich wie Donatella immer wieder daran erinnern, dass sie bloß Schauspieler sind und zu der Rolle werden, die Legend ihnen zugedacht hat.

Mir gefielen auch die zwei männlichen Protagonisten sehr gut. Dante, den wir bereits aus Teil 1 kennen, fand ich besonders reizvoll. Obwohl er nicht so viele Auftritte hatte und hauptsächlich anwesend war, wenn Tella gerettet werden musste (oder um sie zu ärgern), mochte ich die Spannung zwischen den beiden sehr. Jacks wird neu in die Handlung eingeführt und macht das ganze Buch um eine Ecke spannender. Er ist – wie soll ich das sagen … – böse, gefährlich, manipulativ und dabei so wahnsinnig interessant! Ich fand ihn klasse!

FAZIT

Legendary ist eine unglaublich spannende, magische und wunderbare Fortsetzung von Caraval. Obwohl ich mit Donatella im ersten Teil gekämpft habe und sie nicht besonders mochte, hat sie mich hier absolut verzaubert und überzeugt. Das Spiel selbst gerät durch die dunklen Mächte und Tellas Vergangenheit zwar etwas in den Hintergrund, aber dafür lernen wir hier Charaktere besser kennen, die es definitiv wert sind, mehr über sie zu erfahren. Der Schreibstil ist wieder unglaublich detailliert und zieht einen völlig in seinen Bann. Für mich ist das Buch ein Jahreshighlight!

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