Rezension: The Story of a Love Song [Vi Keeland, Penelope Ward]

Hallo, ihr Lieben!
The Story of a Love Song ist das neueste Werk des Autorenduos Keeland & Ward und ein Buch, auf das ich mich schon sehr gefreut habe! Rockstar Love trifft auf Best-Friends-to-Lovers. Das musste einfach bei mir einziehen. Wie mir das Buch gefallen hat, könnt ihr wie immer in diesem Beitrag nachlesen. Viel Spaß!

Produktinformationen: ISBN: 978-3-7363-1444-3 | 372 Seiten | LYX Verlag | € 13,30 [A] , € 12,90 [D]

INHALT

Griffin und Luca waren Brieffreunde, doch nach einem schrecklichen Ereignis bricht Luca den Kontakt ab. Seither meidet sie Menschenmengen und hat sich zurückgezogen. Als sie Jahre später ein Brief von Griffin erreicht, gibt Luca sich einen Ruck, und sie knüpfen da an, wo sie als Teenager aufgehört haben: Sie schreiben sich, vertrauen sich alles an. Aber jetzt will Luca mehr, sie will Griffin endlich auch persönlich kennenlernen und überwindet ihre größte Angst. Luca macht sich auf den Weg nach Kalifornien, um ihn aufzusuchen. Was sie nicht weiß: Griffin ist der Sänger einer der bekanntesten Bands der Welt … [Quelle: Lyx Verlag]

GEDANKEN ZUM BUCH

Das tolle Cover hat mich ziemlich neugierig auf die Geschichte gemacht. Rockstar-Romance und Lyx sind für mich immer tolle Kombinationen, wo eigentlich nicht viel schiefgehen kann. Trotzdem muss ich zugeben, dass mich The Story of a Love Song nicht so begeistert hat, wie erhofft. Mir fehlte der besondere Funke, der Bezug zu den Charakteren und die dramatische Spannung, die mir Herzklopfen beschert.
Obwohl mir der Einstieg sehr leicht gefallen ist und ich die Idee mit der Brieffreundschaft wirklich toll fand, konnte mich die Verbindung von Luca und Griffin nicht packen. Anfangs fand ich ihre Unterhaltungen noch sehr prickelnd und sexy, doch nach der Hälfte des Buches wurde es mir einfach zu kitschig. Griffin ist zu verständnisvoll und zu nett, während Luca sich emotional kaum entwickelt. Die ganze Beziehung der beiden beruht auf dem Fundament einer Kinderbrieffreundschaft, mit jahrelanger Funkstille dazwischen. Mir ging ihre Annäherung und das Austauschen der geheimsten Fantasien viel zu schnell. Auch der Sprung von „wir sind wieder Freunde“ zu „du bist der/die Eine für mich“ war mir zu plötzlich und ohne greifbare romantische Grundlage.

Am meisten gestört hat mich aber der fehlende Musikpart. Griffins Bandkollegen kommen beispielsweise gar nicht (handlungsrelevant) vor und auch sein Alltag als Musiker wird nur für besondere Momente mit Luca erwähnt. Ich hatte das Gefühl, als hätte das Autorenduo einfach einen starken Kontrast zwischen Lucas Angst und Griffins Alltag gewollt, ohne dass das richtig durchdacht wurde. Die Geschichte hätte – für mich – sogar besser funktioniert, wenn sie auf den Rockstar-Part verzichtet hätten.

Auch Lucas Agoraphobie kam mir konstruiert und gewollt vor. Ihr Handicap wird immer mal wieder erwähnt, aber wo genau ihre Grenzen liegen und was sie kann bzw. nicht kann, wird irgendwie nicht wirklich klar. Etwas kritisch fand ich auch, dass sie sich total abhängig von Griffin macht. Sie verbindet mit ihm eine schöne Kindheitserinnerung und klammert sich daran fest, um ihr Trauma zu vergessen. Einerseits fand ich es toll, dass sie dadurch immer mal wieder aus ihrer Komfortzone ausgebrochen ist, andererseits wird hier Sex als Therapie angewandt, wodurch wichtige Themen und Probleme nicht aufgearbeitet wurden.

Wäre der angenehm lockere Schreibstil nicht gewesen, hätte ich das Buch wahrscheinlich nicht beendet.

FAZIT

The Story of a Love Song konnte mich leider nicht überzeugen. Mir fehlten hier Sympathie, Emotion und Feingefühl. Die Charaktere entwickeln sich zu langsam, zu wenig und unglaubwürdig. Die Handlung wurde ab der Hälfe leider viel zu kitschig und der angepriesene Musikpart dient lediglich als Kontrast zu Lucas Handicap. Trotz des angenehm lockeren Schreibstil entwickelt sich das Buch in eine Richtung, die mir nicht gefallen hat und die ich definitiv nicht erwartet hatte. Vi Keeland und Penelope Ward haben hier leider die Balance zwischen Unterhaltung und Ernsthaftigkeit ins negative kippen lassen, sodass mir das Buch in der zweiten Hälfte keinen Spaß mehr gemacht hat. Von mir gibt es deshalb leider keine Leseempfehlung.

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