Ich gehörte ja zu den wenigen, die nicht 2 Jahre auf den Abschluss der Trilogie warten mussten, weil ich Crescent City 2 erst im Jänner gelesen habe und damit die lange Wartezeit aussitzen konnte. Trotzdem habe ich zappelig auf dieses Buch gewartet und lasse euch hier wieder an meinen Gedanken teilhaben. Viel Spaß!
Produktdetails: ISBN: 978-3-423-76477-3 | 960 Seiten | dtv Verlag | Hardcover | Band 3
INHALT
Bryce Quinlan hätte nie gedacht, einmal eine andere Welt als Midgard zu sehen, aber jetzt, wo es passiert ist, will sie nur noch zurück. Alles, was sie liebt, ist in Midgard: ihre Familie, ihre Freunde, ihr Gefährte. Als Gestrandete in einer fremden neuen Welt wird sie all ihre Cleverness benötigen, um wieder nach Hause zu kommen. Und das ist kein leichtes Unterfangen – denn woher soll sie wissen, wem sie vertrauen kann?
Hunt Athalar steckte in seinem Leben schon in zahlreichen ausweglosen Situationen, aber diese könnte die auswegloseste von allen sein. Nach ein paar kurzen Monaten, in denen er alle seine Träume wahr zu werden schienen, befindet er sich wieder in den Kerkern der Asteri, seiner Freiheit beraubt und ohne einen Hinweis darauf, was mit Bryce geschehen ist. Er will ihr unbedingt helfen, aber bis er sich aus den Fängen der Asteri befreien kann, sind ihm buchstäblich die Hände gebunden.
GEDANKEN ZUM BUCH
Eine Rezension über dieses Buch zu verfassen, ohne zu Spoilern, ist kaum möglich, deshalb werde ich überwiegend auf mein Lesegefühl eingehen. Inhaltlich werde ich mich kurz und natürlich SPOILERFREI halten.
Also… wie war das Buch für mich?
Definitiv schwächer als die anderen beiden Teile.
Der Sog und das „Ich brauche mehr!“ Gefühl von Band 1 kam hier nicht mehr auf.
Die Verbindung zwischen Bryce und Hunt war schwach, was ich echt schade fand.
Generell haben die beiden ein schwaches Duo abgegeben.
Die Spannung kam nur langsam, aber stetig steigend voran.
Die Charakterentwicklungen waren heftig und ich mochte jede einzelne davon sehr!
Ruhn hat einfach mein Herz.
Lidia… große Liebe!
Der Nostalgiefaktor war groß, auch wenn ich mir mehr erhofft hatte.
Alles in allem war es für mich ein wirklich gutes Buch! Zwar fand ich die „allmächtige Bryce“ etwas nervig und von der großen Enthüllung am Ende von Band 2 hatte ich mir tatsächlich mehr erhofft, aber ich fand die Umsetzung sehr gelungen und empfand das Ende als durchaus passend. Es sind noch viele Fragen offen und es wurde auch bereits ein vierter Band angekündigt, der wohl in der Welt von Crescent City spielen soll, aber ohne Bryce als Hauptfigur. Ich bin gespannt und freue mich sehr, weil für mich vieles nicht zu Ende erzählt wurde.
FAZIT
Wer die bisherigen Bände mochte wird auch Crescent City 3 mögen. Die Handlung baut sich langsam, aber mit steigender Spannung auf und wird wie üblich auf den letzten 200 Seiten zu einem Inferno. Maas-LeserInnen wissen das, ebenso wie sie wissen, dass die Bücher sehr charakterlastig erzählt werden. Leider fand ich Bryce und Hunt als Team sehr schwach. Bryce war übermächtig und Hunt versank in seinen Traumata. Beide machten ihre Probleme mit sich selbst aus, anstatt sich aufeinander zu verlassen. Das fand ich echt schade, weil ich die beiden als Duo eigentlich sehr mag. Mir fehlten die humorvollen Dialoge und die kleinen Neckereien zwischen den beiden. Trotzdem mochte ich das Buch echt gerne! Für mich war es ein gelungener und würdiger Abschluss – vorerst zumindest.
4,5 STERNE